PV-Förderung 2026:

So nutzen Sie den letzten Fördercall am 8. Oktober

Am 8. Oktober um 17:00 Uhr öffnet sich zum letzten Mal in diesem Jahr das Fenster für den Bundeszuschuss zu Photovoltaikanlagen und Stromspeichern. Es bleibt zwei Wochen offen, bis 22. Oktober – aber wer die Erfahrung der bisherigen Calls kennt, weiß: Entschieden wird in den ersten Minuten.

Hier steht, was Sie über den Call wissen müssen, wie die Einreichung abläuft – und warum wir Ihnen gleichzeitig raten, die Förderung als Bonus zu sehen und nicht als Fundament Ihrer Kalkulation.

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Die Eckdaten des dritten Fördercalls

Der Investitionszuschuss nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wird über die EAG-Abwicklungsstelle vergeben. Für den Call ab 8. Oktober gelten für private Anlagen diese Sätze:

Kategorie

Anlagengröße

Fördersatz

A

bis 10 kWp

150 € pro kwP

B

über 10 bis 20 kWp

140 € pro kWp

Speicher

bis 50 kWh

150 € pro kWh (nur gemeinsam mit PV-Antrag)

Ein Rechenbeispiel: Für eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher sind das 1.500 € plus 1.500 € – also 3.000 € Zuschuss. Ein ordentlicher Betrag, der sich mitzunehmen lohnt.
Wichtig bei Kategorie A und B: Es gilt die Reihenfolge des Einlangens. Wer zuerst vollständig einreicht, kommt zuerst dran. Kein Losverfahren, keine Bewertung – ein Wettrennen.

Die Eckdaten des dritten Fördercalls

Seit 2025 gibt es zusätzlich den Made-in-Europe-Bonus für Komponenten aus europäischer Produktion. Sind Module, Wechselrichter und Speicher nachweislich in Europa gefertigt, sind bis zu 30 Prozent Aufschlag auf den Zuschuss möglich.

Für unsere Kunden ist das ein doppelter Gewinn: Wir setzen ohnehin auf europäische Technik – etwa Wechselrichter von Fronius aus Oberösterreich. Der Bonus muss allerdings bereits bei der Antragstellung angegeben werden, samt konkreten Komponenten. Nachträglich lässt sich nichts mehr ändern. Das heißt: Das Angebot muss vor dem Call fixiert sein, nicht danach.

So läuft die Einreichung ab – Schritt für Schritt

1. Zählpunktnummer besorgen

Ohne Zählpunkt für die Einspeisung läuft gar nichts. Den vergibt der Netzbetreiber – bei uns in der Region die Netz NÖ – nach der Netzzusage. Das dauert je nach Auslastung mehrere Wochen. Wer erst im Oktober darum ansucht, hat beim Call keine Chance.

2. Projekt vorab anlegen

Auf der Plattform der EAG-Abwicklungsstelle lässt sich das Projekt schon vor dem Call vollständig erfassen: Anlagendaten, Komponenten, Europabonus. Am Stichtag zählt jede Minute – wer dann erst zu tippen beginnt, verliert.

3. Am 8. Oktober ab 17:00 Uhr Ticket ziehen und Antrag abschicken.

Ein gezogenes Ticket oder ein angelegtes Projekt allein reicht nicht – erst der vollständig abgeschickte Antrag zählt.

4. Reihenfolge einhalten: Antrag vor Inbetriebnahme.

Der Antrag darf nach Auftragserteilung gestellt werden, muss aber vor der Inbetriebnahme der Anlage erfolgen. Konkret: Die Fertigstellungsmeldung an den Netzbetreiber darf nicht vor der Antragstellung passieren. Diese Abfolge stimmen wir bei unseren Projekten exakt ab.

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Die ehrliche Einordnung:

Rechnen Sie nicht fest damit

Jetzt der Teil, den Ihnen nicht jeder sagt: Die Fördertöpfe sind massiv überzeichnet. Beim Sommer-Call war das Budget für kleine Anlagen binnen Sekunden ausgeschöpft, tausende Anträge gingen leer aus. Das Budget für den Oktober-Call fällt zudem kleiner aus als bei den Runden davor.

Was heißt das für Ihre Entscheidung?

  • 1

    Eine PV-Anlage muss sich ohne Förderung rechnen – und das tut sie bei den aktuellen Modulpreisen in aller Regel auch. Wie die Zahlen aussehen, haben wir im Beitrag Was kostet eine Photovoltaikanlage in Österreich? durchgerechnet. Der Zuschuss ist das Zuckerl obendrauf, nicht die Basis.

  • 2

    Wer mitspielen will, muss perfekt vorbereitet sein. Vollständige Unterlagen, fertiges Projekt, Zählpunkt in der Tasche – dann entscheiden Sekunden, und die Chance ist real.

  • 3

    Wer beim Call leer ausgeht, verliert nichts außer dem Bonus. Die Anlage wird deshalb nicht schlechter, und Länder und Gemeinden haben teils eigene Töpfe, die unabhängig vom Bundescall laufen. Was in Niederösterreich und Ihrer Gemeinde aktuell möglich ist, klären wir im Beratungsgespräch mit.

Was Sie jetzt konkret tun sollten

Bis zum Call bleiben ab heute rund drei Wochen. Die Checkliste:

  • 1
    Diese Woche: Beratung und Vor-Ort-Termin vereinbaren, falls noch kein fixes Angebot vorliegt
  • 2
    Sofort danach: Netzzugang beantragen, Zählpunktnummer anfordern
  • 3
    Bis Anfang Oktober: Projekt auf der Förderplattform vollständig anlegen, Europabonus-Nachweise bereitlegen
  • 4
    8. Oktober, 17:00 Uhr: einreichen – pünktlich, vollständig, ohne Tippen unter Zeitdruck

Für laufende Projekte übernehmen wir die Abstimmung von Angebot, Netzanmeldung und Förderantrag,
damit die Reihenfolge stimmt und am Stichtag alles bereitliegt.

Alle Angaben ohne Gewähr!

2026-09-01T16:42:50+02:00
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